Kein FSG, eine Linienstromversorgung

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Andreasankl
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Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#1

Beitrag von Andreasankl » Di 9. Jul 2019, 15:17

Linienstromversorgungsgerät für Standleitungen mit Lokalbetrieb

Es handelt sich hierbei um eine Stromversorgung für den Standleitungsbetrieb, damit werden 2 Fernschreiber (FS) dauerhaft verbunden und es fließt ständig ein Linienstrom von 40 mA. Die Bauform des Gehäuses erinnert an ein FSG TW 39. Das Gerät ist von Siemens und wurde für die US Army hergestellt.
Eine genaue Bezeichnung habe ich nicht gefunden.
In dem Gerät befindet sich kein Relais zum Ein- und Ausschalten des Motors, deshalb werden für den Betrieb 2 FS mit Ferneinschaltung benötigt.
Hierbei wird über den Linienstrom (drücken der BU Taste) der Motor des FS mechanisch eingeschaltet und nach Beendigung der Zeichenübermittlung zeitverzögert ausgeschaltet.

Bei interner Linienstromversorgung wird für die Gegenstelle (FS) keine eigene Stromversorgung benötigt. Bei externer Linienstromversorgung dient das Gerät nur als Spannungsversorgung für den Lokalbetrieb. Im Lokalbetrieb können mit dem FF Lochstreifen gestanzt werden, dabei ist eine optische Anrufsignalisierung durch die Gegenstelle gewährleistet.

Das Gerät enthält folgende Teile:
1. Stromversorgung 120 Volt
2. 2 Relais X und Y
X-Relais liegt während des Lokalbetriebs im Linienstromkreis und dient zur Anrufsignalisierung. Y-Relais schaltet die Spannung an den FS während des Lokalbetriebs.
3. einen Netzschalter
4. ein Messinstrument zur Anzeige des Linienstroms
5. ein Poti zum Einregeln des Linienstroms
6. eine ON- und OFF Taste für den Lokalbetrieb
7. einen Umschalter für externe oder interne Linienstromversorgung
8. eine Call Lamp zum Signalisieren das die Gegenstelle ein FS senden möchte, nur bei eingeschaltetem Lokalbetrieb.

Anbei einige Bilder und der Schaltplan.
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Re: Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#2

Beitrag von duddsig » Di 9. Jul 2019, 17:48

Hallo Andreas,
Gehe ich Recht in der Annahme, daß man wenn man 2x Lokalbetrieb (2 Maschinen) machen möchte, 2 von diesen FSGs Linienstromversorgungen benötigt, die man dann in Reihe schaltet und diese dann jeweils mit 60V betreibt? Ich denke dafür sind dann die Abgriffe am Trafo gut. Sonst wären es ja 240V auf der Linie :o wenn man die jeweils mit 120V betreibt.

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Re: Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#3

Beitrag von Andreasankl » Di 9. Jul 2019, 19:02

Hallo Jens,

das sehe ich auch so mit 2x Lokalbetrieb. Habe einmal den Trafo gemessen,
die Sekundärwechselspannung liegt mit den Abgriffen zwischen 107 und 120 Volt.
Somit müssen sich die beiden Stellen einigen wer die Linienstromversorgung be-
reit stellt. Das ist aber mit dem Schalter auf der Frontseite nicht gut gelöst.
Es kann aber auch möglich sein bei sehr sehr langen Anschlussleitungen mit 240 Volt
gearbeitet wurde.
Gruß Andreas

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Re: Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#4

Beitrag von DF3OE » Mi 10. Jul 2019, 16:49

Ich gehe davon aus, dass dieses Gerät nur bei der "Hauptstelle" einer Standleitung als
Linienstromversorgung eingesetzt wurde. Die andere Nebenstelle wurde ohne solch ein
Gerät betrieben.
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Re: Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#5

Beitrag von duddsig » Mi 10. Jul 2019, 17:31

Das waren in etwa auch meine Gedaken, denn 240V auf der Leitung ist dann doch schon recht heftig. Da fielen bei Schaltarbeiten selbst die dicksten Fernmeldemonteure vom Mast, wenn sie mal 2 dieser Drähte in der Hand hatten :crack: . Ich kann mir fast nicht vorstellen, daß dieses selbst bei den Amis, die ja sogar bei der Netzspannung auf moderate 110V setzten zulässig war. Bei uns in D sowieso nicht. Ich dachte die "niederen" Abgriffe am Trafo geben weniger, z.B. ca. 50V her. Dann könnte man 2 von den Dingern in Reihe schalten und jeder hat Lokalbetrieb bei 120V auf der Leitung. Aber auch für die Konfiguration mit einem dieser Geräte gab es sicher eine Anwendung, eben als "Haupstelle" z.B.. Meine Neuerwerbungen, die T63, haben beide automatische Ferneinschaltung eingebaut, meine Hauptmaschine, und alle alten Lorenzgeräte auch :). Sie würden sich also eignen für den Betrieb mit dem Gerät :).

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Re: Kein FSG, eine Linienstromversorgung

#6

Beitrag von DF3OE » Mi 10. Jul 2019, 18:40

Ergänzung: Das Gerät wurde nie in den USA eingesetzt, sondern war eine Sonderanfertigung für die US Army Germany.
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