Lo2000: Defekt am Druckwerk

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Werner
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Lo2000: Defekt am Druckwerk

#1

Beitrag von Werner » So 26. Mai 2019, 21:32

Bei meiner, erst vor kurzem sanierten Lo2000 ist nach wenigen Betriebsstunden jetzt folgender Fehler aufgetreten: Einige Buchstaben (vor allem die Vokale) aber auch vereinzelt Konsonanten werden nicht abgedruckt, obwohl sie bei der
empfangenden Fernschreibmaschine oder beim Lo2000-Streifenlocher korrekt ausgegeben werden.
Nach Abbau der Papierführungseinheit wird eine Unregelmäßigkeit im Bereich zwischen Druckkurve und Netzteil offensichtlich. Ein kleines Plastikteil das eine Metallzunge nach unten drückt, ist aus Altersgründen zerbrochen.
Diese Metallzunge hat die Aufgabe, die zum Druck ausgewählten Typenhebel nach oben anzuheben und sie der Kunststoffschiene die zur Abschlagsposition führt, zuzuführen.
Die beigefügten Bilder zeigen die Position des defekten Teiles und seine jetzige Form.

Meine Frage: Kennt ein Lo2000/2001-Anwender diese Problematik und wenn ja wie wurde sie gelöst? Gibt es eine Möglichkeit dieses Teil mittels 3D-Druck wiederherzustellen oder hat jemand eine andere Idee zur Reparatur?
Danke für Eure Hilfe.

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ProgBernie
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#2

Beitrag von ProgBernie » So 26. Mai 2019, 22:16

Hallo Werner,

ich habe ein derartiges Gerät, aber mir das noch nicht im Detail angesehen. Laut den Bildern sollte das Teil im 3D-Druck nachzufertigen sein. Ich schaue mal.
Da es nur den Draht hält, ist die Belastung ja auch eher gering. Die Buchse im Inneren ist vermutlich nur um die Belastung durch die Vorspannkraft der Schraube aufzunehmen.

Ich werde die nächsten Tage mal bei mir das Teil ausbauen, vermessen, ein 3D-Modell erstellen und versuchen es nachzufertigen. Bei Erfolg sind Dir die ersten Exemplare gewiss.
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#3

Beitrag von Werner » Mo 27. Mai 2019, 07:33

Hey Bernd, das wäre natürlich top. Ich bin bei 3D-Druck ahnungslos.
In der Tat ist der Druck des defekten Teiles auf die Metallzunge (dünne Metallschiene) nur gering.
Soll ich die Buchse (ohne den ihn umschließenden, defekten Kunststoff) schon einmal mit der Schieblehre vermessen oder soll ich Dir die Metallbuchse zusenden?
Auf jeden Fall schon mal Danke für die Hilfe.
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#4

Beitrag von ProgBernie » Mo 27. Mai 2019, 08:53

Hi Werner,
Ich habe heute morgen den Kunststoffhalter bei mir abgeschraubt (ich hatte noch ein paar Minuten Zeit vor der Abfahrt). Er ist zerbrochen... Das Teil ist mit Fett beschmiert, Kunststoff und Fett/Öl geht in den seltensten Fällen gut.
Also habe ich jetzt doppelten Antrieb so ein Teil zu fertigen. Ansonsten sollte fräsen möglich sein. Ich schätze das wird bei allen Lo-Druckwerken der Bauart früher oder später zerbrechen.

Das Vermessen der Buchse ist schon mal ein guter Anfang, bei mir ist "nur" der Teil abgebrochen der die Metallzunge hält. Den Rest wollte ich vorerst nicht auseinanderdröseln, damit ich das Teil besser ausmessen kann.
Ich glaube ich werde zunächst ein Teil ganz ohne eingesetzte Metallbuchse erstellen. Wenn man die Schraube mit Bedacht anzieht, sollte das genausogut halten.

Insofern muß ich meine vorherige Aussage revidieren: Dir sind die weiteren Exemplare nach den ersten Erfolgen gewiss :)
Gruß Bernd
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#5

Beitrag von Werner » Mo 27. Mai 2019, 15:10

Hallo Bernd,
jetzt hast Du wegen mir auch so ein gebrochenes teil, oh weh. Aber lange hätte das sicherlich nicht mehr gehalten.
Die nächste Frage die jetzt interessant ist: Hast Du jetzt auch diese Buchstabenaussetzer beim Schreiben, die Du vorher sicherlich nicht hattest? Könntest Du das bitte an Deiner Lo2000 einmal testen?
Am besten Du gehst gleich in die Massenproduktion. Ich habe das beim Reibrad für das Siemens-Hell-Fax KF-108 auch gemacht und gleich 20 Stück produzieren lassen.

Wenn Du handwerklich so gut drauf bist, wäre es natürlich super das Ersatzteil komplett aus Kunststoff mit dem 3D-Drucker zu fertigen - die innenliegende Schraube muss man nur mäßig anziehen.Bzgl. der Ausmaße der Metallbuchse melde ich mich wieder.

Und was machen die anderen Lo2000/2001-Besitzer? Wie sieht es bei Euch aus? Wahrscheinlich wagt sich jetzt keiner an das Teil heran. Hat schon jemand hier Reparaturmassnahmen durchgeführt?
Henning - Andreas, Ihr seid doch Lo2000-Experten. Bei Euch noch alles intakt?
Viele Grüße :whack:
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#6

Beitrag von Andreasankl » Mo 27. Mai 2019, 16:32

Hallo Werner,

nachdem Du über das Plastikteil berichtest hast, habe ich es mir bei einem
Lo2000 Ersatzteilträger angesehen. Schon beim Abschrauben zerbröselte das
Teil. Ich konnte gerade noch die Maße nehmen bevor es sich vollkommen zerlegte.
Bin gerade dabei ein Muster aus Alu für die Gießform herzustellen um dann aus
Epoxidharz welche produzieren.
Bericht folgt später ob es funktioniert hat.
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#7

Beitrag von Werner » Mo 27. Mai 2019, 17:16

Hallo Andreas,
top, dass Du auch mitmachst - das sollte also ein Problem für alle Lo2000 Besitzer sein.
Wichtig wäre für mich: Könntest Du bitte jetzt OHNE dieses Teil einen Schreibtest machen und mir berichten ob das Druckwerk normal arbeitet oder Aussetzer macht. Danke Dir.

Für Bernd und Andreas hier noch die Maße der Metallbuchse im Kern des zerbröselten Kunststoffs: siehe Bild
Zahnrad_Lo2000.jpg
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#8

Beitrag von ProgBernie » Mo 27. Mai 2019, 17:50

Werner hat geschrieben:
Mo 27. Mai 2019, 15:10
Hallo Bernd,
jetzt hast Du wegen mir auch so ein gebrochenes teil, oh weh. Aber lange hätte das sicherlich nicht mehr gehalten.
Die nächste Frage die jetzt interessant ist: Hast Du jetzt auch diese Buchstabenaussetzer beim Schreiben, die Du vorher sicherlich nicht hattest? Könntest Du das bitte an Deiner Lo2000 einmal testen?
Kann ich nicht sagen, meine Lo2001 läuft noch nicht. Habe aber gerade wenig Zeit mich intensiv um das Gerät zu kümmern, die bisher gefundenen Defekte habe ich beseitigt. Insbesondere hatte quasi keine der Tasten AT/LT/ST und die ganzen Lesertasten Kontakt, die musste ich alle auslöten, auseinandernehmen, reinigen und wieder zusammensetzen und einlöten.
Gruß Bernd
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#9

Beitrag von JKde » Mo 27. Mai 2019, 19:06

Wenn noch jemand ein intaktes Teil in seinem FS findet und eine Woche entbehren kann, kann ich davon eine Silikonform erstellen und dann im Massen die Teile aus Polyurethan (PU) gießen.

@Andreas: Epoxidharz ist zu spröde für diesen Zweck
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Re: Lo2000: Defekt am Druckwerk

#10

Beitrag von Andreasankl » Mo 27. Mai 2019, 20:17

so, ich habe jetzt einen Schreibtest mit dem ausgebauten Teil durchgeführt
( kam mir auch in Einzelteilen entgegen ) der Test verlief ohne Probleme.
Sämtliche Zeichen wurden einwandfrei gedruckt.
Werner da ist wohl noch ein anderes Problem vorhanden.
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