T68 Kennung

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detlef
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T68 Kennung

#1

Beitrag von detlef » Sa 30. Nov 2019, 09:30

Im Classic-Forum hat jemand einen T68 mit dieser Kennung: "8416z solng d".
Hat das "z" eine besondere Bedeutung? Könntet ihr mal in euren Listen nachschauen, ob sich die Nummer irgendwo finden lässt?
Gruß, Detlef

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DF3OE
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Re: T68 Kennung

#2

Beitrag von DF3OE » Sa 30. Nov 2019, 10:34

Das ist eine Telegramm.Maschine gewesen. Das GENTEX-Netz (Subnetz von Telex)
hatte 4-stellige Nummern.
Dem Vermittlungsstellenbereich entsprechend müsste sie in Nordhessen/Grenze NRW
gestanden haben. Welche Orte gibt es da, die sich mit "solng" abkürzen lassen?

Das "z" bedeutet Sendemaschine. In großen Fernschreibstellen mit
einer Sammelrufnummer (und im Telegrammdienst) hat man Buchstaben hinter die Hauptrunmmer
gesetzt, um die Maschinen unterscheiden zu können.
Empfangsmaschinen z.b.: 92612a treu d, 92612b treu d, 92612c treu d ... etc.
Sendemaschinen: z.B. 92612z treu d, 92612y treu d, 92612x treu d ... etc.

Empfangsmaschinen wurden dem Alphabet aufsteigend bezeichnet und Sendemaschinen absteigend,
beginnend bei Z.
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Re: T68 Kennung

#3

Beitrag von detlef » Sa 30. Nov 2019, 12:22

Bei "solng" denke ich spontan an Solingen. Aber das liegt ja schon im Ruhrgebiet.
Gruß, Detlef

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Re: T68 Kennung

#4

Beitrag von ReinholdKoch » Sa 30. Nov 2019, 13:25

@Henning: Das mit Sende- und Empfangsmaschinen in den großen TST ist ganz sicher richtig. Aus meiner Erinnerung ist es nur genau umgekehrt. Wenn wir nach 9311 Bielefeld d etwas gesendet haben, kamen wir immer bei 9311z, 9312x, 9311w raus. Bei den Telegrammen aus Bielefeld kamen die 9311a, 9311b oder auch 9311c an.
Wie das bei anderen TSTn gewesen ist, kann ich leider aus Erinnerung nicht mehr sagen... zu lange her... :-)
Herzliche Grüße

Reinhold

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Re: T68 Kennung

#5

Beitrag von ReinholdKoch » Sa 30. Nov 2019, 14:44

....9311x bielef d ...natürlich..... :dance4: — ich kann hier natürlich „nur“ für die Gentex-Anschlüsse sprechen.
Bei uns in Paderborn kamen die Telegramme auch auf der „a“ Maschine an, gesendet haben wir mit der „b“, wir hatten ja auch nur diese 2 T 68 :wat:
Zuletzt geändert von ReinholdKoch am Sa 30. Nov 2019, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
Herzliche Grüße

Reinhold

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Re: T68 Kennung

#6

Beitrag von DF3OE » Sa 30. Nov 2019, 14:47

ReinholdKoch hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 13:25
@Henning: Das mit Sende- und Empfangsmaschinen in den großen TST ist ganz sicher richtig. Aus meiner Erinnerung ist es nur genau umgekehrt. Wenn wir nach 9311 Bielefeld d etwas gesendet haben, kamen wir immer bei 9311z, 9312x, 9311w raus. Bei den Telegrammen aus Bielefeld kamen die 9311a, 9311b oder auch 9311c an.
Wie das bei anderen TSTn gewesen ist, kann ich leider aus Erinnerung nicht mehr sagen... zu lange her... :-)
Ich kann mich erinnern, dass wir früher öfter mal Telexe an AEG Hausgeräte zur Ersatzteilbestellung geschickt haben.
Das waren immer a oder b Kennungen, wie ich mich erinnere. Ich muss mal schauen, ob ich irgendwo noch mal solch ein
Originalfernschreiben von damals finde.
Aber ich denke auch, dass diese "Norm" nicht immer so eng gesehen wurde... ;)
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Re: T68 Kennung

#7

Beitrag von ReinholdKoch » Sa 30. Nov 2019, 14:51

Und ja.... Solingen mit 8416 könnte schon passen. Ich gerade gesehen, dass Wuppertal die 8338 hatte....
Aus meiner Erinnerung müsste der Hauptknoten in Düsseldorf mit der 8111 gewesen sein. Ich suche selber ja noch fieberhaft nach einem Exemplar „Verzeichnis der Telegraphenstellen“. Hier wäre die Lösung dieser Frage ganz einfach zu beantworten.
Herzliche Grüße

Reinhold

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Re: T68 Kennung

#8

Beitrag von funkenzupfer » Sa 30. Nov 2019, 18:04

detlef hat geschrieben:
Sa 30. Nov 2019, 12:22
Bei "solng" denke ich spontan an Solingen. Aber das liegt ja schon im Ruhrgebiet.
Sorry, aber hier muss ich deutlich widersprechen.
Solingen gehoert zum Bergischen Land. Sag von mir aus Wuppergebiet. :-)
Das Ruhrgebiet ist noch ein ganzes Stueck entfernt.


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Re: T68 Kennung

#9

Beitrag von nicodaenemark » So 8. Dez 2019, 21:27

Hallo Leute

Es freut mich das es hier auch Gentex leute gibt. Ich war damals in 31067 GV NL, später 31068 GV NL. Es hibt auf Facebook 2 Gruppen wo Gentex leute sich zurück trümen nach "the good old days"; einer für Rotterdam (21300) und einer für 's-Gravenhage (31068)
Wir hatten damals (1962-1968) keine "echte" Gentex verbindung zum "nicht kapitalistischen" ausland, aber Berlin, Warszawa und Praha waren direkt ins holländische Netz angeknüpft. Berlin hatte 31275, Warszawa 31751 und Praha 31677, wenn ich mich nicht irre. Ist auch schon lange her.
Ich kann mich erinneren das ein Kollege van Westberlin dringen sprechen müsste mit Ostberlin. Das war offenlichtlich verboten /überwacht o.e.ä.
Er bekamm dann holländische nummer für BLN DDR und könnte dann seine Sachen erledigen.

Wir hatten übrigens auch ein direktes nummer für Montreal, 11680, aber das ist möglicherweist weil die mesten bzw viele US Fernschreiber 45.45 BpS erwarteten.

Ich habe übrigens nie verstanden warum es 2 nummer gab für FFM : 4111 und 4071. Das gleiche für Hamburg (2111 und 2071). War das um In- und Ausland verkehr zu trennen?

Freundliche Grüsse
Nico
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Re: T68 Kennung

#10

Beitrag von ReinholdKoch » Mo 9. Dez 2019, 10:04

Hallo Nico,

die 2111 Hamb d und die 4111 ffm d waren zentrale Rufnummern in Deutschland. Zum einen jeweils für Telegramme nach (2000)Hamburg, wie auch nach (6000)Frankfurt.
Weiterhin waren es zentrale Anlaufstellen für Telegramme in bestimmte Länder, die nicht direkt angewählt werden konnten. Bei diesen Rufnummern waren ausschließlich Streifenschreiber geschaltet.
Jede Haupt-TST hatte auch immer eine Gruppe mit Blattschreibern. Dies könnte die Erklärung für Hamburg (mit der 2071) und Frankfurt (mit der 4071)an dieser Stelle sein.
Aus meiner Tätigkeit in der Telegraphie weiß ich ganz konkret, dass die ETsT(I) in Bielefeld (Streifenschreiber 9311 Bielef d) und Münster (Streifenschreiber 3511 mstr d) jeweils auch über 9331 bielef d und 3531 mstr d mit Blattschreibern zu erreichen waren. Die waren sogar dankbar, wenn bei langen oder auch vielen Telegrammen die „Kleberei“ dort nicht durchgeführt werden musste.

Die Sendenorm für die Blattschreiber vom Streifenschreiber war ja nicht schwer zu erlernen ;-)
Herzliche Grüße

Reinhold

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