Siemens T68d, Würzburg

Technischer Support für Fernschreibtechnik (Maschinen/Fernschaltgeräte/etc).
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sono
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Siemens T68d, Würzburg

#1

Beitrag von sono » Fr 5. Okt 2018, 22:28

Hallo,

wir, bzw. Jochen Krapf und ich, haben im FabLab Würzburg gerade einen T68d ohne Wähleinrichtung in gutem Zustand wenn auch ohne Farbrollenabdeckung oder Auffangbehälter stehen.

Vielen Dank erstmal an Klaus, der mit seinem "einfachen Interface" eine gute Grundlage bietet um das Gerät anzusteuern, es hat zu lange gedauert da etwas entsprechendes zu ergooglen, ich wollte schon fast das Handtuch werfen und von Null anfangen.

So weit sind wir aber noch nicht; heute abend haben wir erstmal "nur" einen Bitfehler repariert, Bit 1 der Coderkontakte ging nicht, ein regelrechter Funkenstreckenkrater war da im Kontakt. Nun arbeitet das Gerät im lokalen Modus soweit wir es derzeit beurteilen tadellos.

Als nächstes werden wir versuchen, mit einer arg zusammengeschnittenen Version von Klaus's Code einfach mal via USB/Serial mit dem Gerät zu "senden" und "empfangen".

Wenn wir am I-TELEX teilnehmen wollen, würden wir zwingend einen Wahlgerätaufsatz benötigen, oder kann man das auch pur in Software machen?

--
sono

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Re: Siemens T68d, Würzburg

#2

Beitrag von FeTAp616 » Sa 6. Okt 2018, 10:41

Hi,

was man für I-Telex zwingend braucht ist ein Fernschaltgerät, das muß nicht zwingend eine Wählscheibe haben, man kann auch mit der Tastatur
wählen.
Das FSG ist im Wesentlichen dafür da, die Polaritäts-Wechsel der TW39-Karte auszuwerten. Es gibt zwar auch eine Lösung FSoFSG für
reine Druckgeräte, aber die ist etwas hakelig.


Ich würde die FSG-Anschaffung anraten.

Grüsse


Helge

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DF3OE
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#3

Beitrag von DF3OE » Sa 6. Okt 2018, 10:57

Hallo sono,

ich kann nur zu einem Fernschaltgerät bei i-Telex-Betrieb raten.
Das TW39 Protokoll in Verbindung mit einem Fernschaltgerät ist schon ziemlich genial.

Ich hätte z.b. folgendes anzubieten:
https://www.telexforum.de/viewtopic.php?f=10&t=1079

Viel Spass und Erfolg bei eurem Projekt!

Henning
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Franz74
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#4

Beitrag von Franz74 » Sa 6. Okt 2018, 14:30

Hallo,

ich traue mich kaum nach Henning noch was anderes zu antworten, aber es kann gut sein, dass Euer T68d zwar keine Wählscheibe, aber durchaus ein eingebautes FSG hat. Dann kann man wie Helge schreibt mit der Tastatur wählen. Habt Ihr denn die AT / ST Tasten auf eurem Gerät?
Grüße, Franz

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Re: Siemens T68d, Würzburg

#5

Beitrag von Telegrammophon » Sa 6. Okt 2018, 16:00

Ich glaube, Franz, dann ist es eine Maschine für Standbetrieb.
T68d waren nicht für den ED1000-Wählbetrieb, also mit der Tastatur, gemacht.

Davon abgesehen: bei mir hat es früher funktioniert, T68d mit Tastatur wählen zu lassen,
aber ich würde mir wirklich ein Fernschaltgerät dafür holen.
Ist doch viel schöner mit einerm Nummernschalter zu wählen ;) .
++++
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#6

Beitrag von sono » Sa 6. Okt 2018, 22:13

Hallo Leute, vielen Dank für die vielen Antworten.

Die Maschine ist für Standleitung ausgelegt. Traurig macht mich allerdings, dass sie keine Klingel besitzt!

Es ist auch nicht mein Gerät, sondern gehört einem Freund, Jochen Krapf, der sich hoffentlich auch bald hier melden wird (ich erinnere ihn täglich an das Forum!;)

Nun hat JK heute bereits etwas getan, das ich nicht gutheißen konnte, aber es ist ja sein Gerät und sein Hobby :) Er hat eine alte Impulswählscheibe ausgebaut und einfach einmontiert, und die Leitungen mit der Schleife verbunden. Mittlerweile habe ich ihn davon überzeugt das es so nicht direkt gehen kann, wenn man sich die TW39 Spezifikation mal grob anschaut, aber bestimmt wird er weiterbasteln, und sabotieren werde ich das bestimmt nicht.. IMHO sollte mit etwas Zusatzaufwand, auch ein Wählen mit Software durch Wählscheibe oder wahlweise Tastatur prinzipiell möglich sein. Ich will das Gerät eigentlich so original wie möglich erhalten daher finde ich das alles nicht so geil aber es ist wie gesagt nicht meine Entscheidung und so wird wenigstens was fertig, und am Ende sieht es doch schön aus und klappert anständig und spricht korrekt telex, also einfach mal positiv sehen.

Heute abend haben wir erfolgreich mit Hilfe einer angepassten und zusammengeschnittenen Version von Klaus's Software von USB aus gesendet.

Allerdings gibt es ein seltsames Problem! Der Fernschreiber arbeitet tadellos und druckt auch im lokalen Betrieb alle Zeichen. Aber beim Empfang verschluckt er vollständig und ersatzlos das j (und vermutlich BEL, aber ich war etwas in Eile.) Wir haben keine Ahnung, wieso und weshalb nur dieser eine unscheinbare Code nicht gehen soll. Vielleicht müssen wir einfach mal mechanischer denken. Vielleicht gibt es irgendwo eine mechanische Wechselwirkung.
Wenn jemand Ideen hat, dann her damit!

Senden vom FS ging noch nicht wegen einem fehlerhaften Optokoppler in der Schaltung. Müssen wir morgen tauschen.
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#7

Beitrag von FredSonnenrein » So 7. Okt 2018, 09:57

sono hat geschrieben:
Fr 5. Okt 2018, 22:28
Wenn wir am I-TELEX teilnehmen wollen, würden wir zwingend einen Wahlgerätaufsatz benötigen, oder kann man das auch pur in Software machen?
Du kannst alles auch in Software machen.
Du brauchst aber in jedem Fall ein Gerät, welches den T68d ein- und ausschaltet.
Genau das macht in der Regel ein Fernschaltgerät.
Dieses hat dann meist auch zwei Tasten zum Initiieren und beenden einer Verbindung.
Grüße,
Fred Sonnenrein, Braunschweig
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#8

Beitrag von DF3OE » So 7. Okt 2018, 10:16

DIESE schwarze 2-Streifen T68 mit Metalltasten und Fernschaltgerät tausche ich (und andere bestimmt auch) GERN gegen
einen anderen Fernschreiber deiner Wahl! ;)
Sie zu verbasteln ist ein Frevel.....aber jeder wie er mag...
mfg
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#9

Beitrag von FredSonnenrein » So 7. Okt 2018, 10:36

Werden denn beim J die Empangsringe richtig eingestellt?
Grüße,
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Re: Siemens T68d, Würzburg

#10

Beitrag von sono » So 7. Okt 2018, 19:11

Wie gesagt, der hat kein FSG, die Wählscheibe ist retrofit. Tastenbeschriftung scheint Niederländisch zu sein.

Wegen dem J: Das ist ein Bug in Klaus' baudot encoder.. Unglaublich, aber der code so wie er auf github liegt hat ganz bestimmt noch nie ein J gesendet.. der Index für's J die selbe Zahl wie die Konstante für unbekanntes Zeichen und wird dann ignoriert.. :o

Ich selbst war heute vor allem unterwegs und bin gerade erst im Lab angekommen, aber so langsam wird's. JK hat nun auch einen Account hier, wird sich bestimmt bald mal melden. Noch ist auch alles Rückbaubar falls er den mal weggeben will.

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