Eine polnische Lieferung, siehe
viewtopic.php?f=2&t=1912 brachte mir diverse Geräte, die hier im Einzelnen vorgestellt werden sollen. Ich fange erst mal mit den Fernschaltgeräten an. Es handelt sich um 2 polnische Geräte vom Typ "WD-66M". Beide Geräte sahen im Gegensatz zu den Fernschreibern vom Typ T63 mit Blechhaube und den Lochstreifensendern Typ T53 etwas ungepflegt und schmutzig aus.
Bei beiden funktionierte der Lokalbetrieb, eines konnte angerufen werden, das andere nicht. Die Geräte scheinen den Siemens FSGs ähnlicher zu sein, als denen von RFT. Sie haben einen drehbaren Brückenstecker für Wählbetrieb und Standleitungsbetrieb. Nachdem ich den Stecker gedreht hatte ging ab und zu der abgehende Wählbetrieb an jenem Gerät, was auch angerufen werden konnte (auch blos ab und zu). Ein anderes (neues) Telegraphenrelais brachte keine stabileren Egebnisse > zurückgetauscht. Nach Erhöhung der Versorgungsspannung vom I-Telex auf 260V (habe 12V-Trafo) ging der abgehende Wählbetrieb dauerhaft, aber die Verbindung brach wenn ich selbst gesendet habe mit verstümmelter Nachricht ab. Ich nahm an, daß die Spannung immer noch nicht ausreichend war.
Die Lösung des Problems bescherte mir eine sehr lehrreiche Nachricht von Willi. Der 77Ohm-Wicklung des ER ist ein Widerstand von 80-82Ohm parallelgeschatet. Ich habe diesen versuchsweise mal auf 100Ohm erhöht, und schon funktionierte es auch immer mit dem 12V- Trafo. Leider brach die Verbindung immer noch ab wenn ich selbst geschrieben habe. Jetzt habe ich noch mal das Telegraphenrelais getauscht, und nun ging auch das eigene Senden stabil. Die Lösung mit dem 100Ohm-Widerstand sollte auch bei einem NL so funktionieren. Die Schaltung ist an der Stelle praktisch identisch.
Bei dem 2. FSG funktionierten beide Richtungen im "Amtsverkehr" überhaupt nicht (Brückenstecker schon entsprechend gedreht).
Auch hier half das leider nur 1x vorhandene nageleue Siemens-Telegraphenrelais. Das Originale ist wohl völlig defekt. Es verhält sich nur die AL etwas seltsam. Dieses Gerät geht auch mit dem 12V Tafo.
Die Geräte können übrigens auch Internbetrieb ohne Linienspannung (im Gegensatz zum NL)
Sie sind ausgestattet mit einer Buchse für einen Lochstreifensender. Es befindet sich eine DIN-Buchse an der Rückseite, die wohl für einen eventuellen Papierendekontkt zuständig ist.
Die Schaltung und die vereinfachte Version davon
Polnisches Fernschaltgerät WD-66 M (2).jpg
Polnisches Fernschaltgerät WD-66 M (5).jpg
Und einige Bilder, nachem die Putzkolonne mit dem Poliermittel tätig war.
Man sieht auch 2 neue Siebelkos. Vorsichtshalber, da einer etwas inkontinent war. Ich hatte Anfangs hier einen Fehler vermutet, da der sich auch etwas seltsam verhielt.
WP_20190706_12_10_56_Pro.jpg
WP_20190706_12_11_44_Pro.jpg
WP_20190706_12_12_11_Pro.jpg
WP_20190706_12_12_39_Pro.jpg
WP_20190706_12_13_51_Pro.jpg
WP_20190706_12_24_48_Pro.jpg
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.