Identifikation RFT TAS 1.1 Thema ist als GELÖST markiert

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DF3OE
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#11

Beitrag: # 922Beitrag DF3OE »

Hallo Thomas,
danke für die Info.
Ich muss Dich enttäuschen: Es handelt sich um keine Anpassung an ED1000 - das System ED1000 gab es so auch nach der Wende im Osten nicht. Im Verein haben wir Geräte dieser Bauart von 1978, da waren ED1000-Anschlüsse für DDR-Fs noch Lichtjahre entfernt :-)
Klar, dass es kein ED1000-Anschlußsystem in diesem Sinne in der DDR gab, aber nach der Wende wurde das DDR-Telex-Netz dem
westdeutschen Netz angeschlossen (3xxxxx Nummern) und die Teilnehmerleitungen wurden über ED1000-Anschlußtechnik an eine zentral
verbliebene Vermittlungsstelle in Stuttgart (Neukauf bei SAGEM) angeschaltet.
Die Teilnehmer-Maschinen erhielten dann entweder eine SEU-B Karte oder ganz oft wurde einfach ein AGT vorgeschaltet, wie im Westen
20 Jahre zuvor. Ich habe selbst Lo3000 und T1000S in TW39-Ausführung (da vor Netzumstellung, gleich zu Wendezeiten gekauft)
mit vorgeschaltetem AGT gesehen.
Das TAS1.1 kam dabei zwischen die zweiadrige Anschlussleitung und den eigentlichen Fernschreiber und sorgte u. a. für das Schalten in Kehr- und Ruhelage und damit zum Anlaufen bzw. Stillsetzen des Fernschreibers bei Verbindungsanforderung bzw. -ende. Zudem mussten aus den verwendeten Übertragungsfrequenzen wieder Stromimpulse und umgekehrt erzeugt werden.
Das ED1000 System ist nichts anderes. Die AGTs haben auch keinerlei Schaltfunktion. Es sind simple Standleitungsmodems.
Sie wurden auch bereits vor Einführung des neuen Elektronischen Fernschreib- und Datennetzes (ca. 1976) für Standleitungen benutzt.
Auch die 220/230V Steckdose ist nur durchgeschleift zum Anschluß des FS mit TW39 Fernschaltgerät.
Bilder hier:
http://old.fernschreibamt-hausneindorf.de/html/agt.html

Du hast doch sicherlich Informationen zu den verwendeten Frequenzpaaren.
Mich würde nicht wundern, wenn sie mit dem ED1000-System (AGT10) identisch sind...

Ich habe irgendwo eine Beschreibung zu den AGTs. Sobald ich sie finde, werde ich sie hier mal hochladen.

Grüße
Henning
mfg
henning +++

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BanditDD
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#12

Beitrag: # 923Beitrag BanditDD »

DF3OE hat geschrieben:
Klar, dass es kein ED1000-Anschlußsystem in diesem Sinne in der DDR gab, aber nach der Wende wurde das DDR-Telex-Netz dem
westdeutschen Netz angeschlossen (3xxxxx Nummern) und die Teilnehmerleitungen wurden über ED1000-Anschlußtechnik an eine zentral
verbliebene Vermittlungsstelle in Stuttgart (Neukauf bei SAGEM) angeschaltet.
Die Teilnehmer-Maschinen erhielten dann entweder eine SEU-B Karte oder ganz oft wurde einfach ein AGT vorgeschaltet, wie im Westen
20 Jahre zuvor. Ich habe selbst Lo3000 und T1000S in TW39-Ausführung (da vor Netzumstellung, gleich zu Wendezeiten gekauft)
mit vorgeschaltetem AGT gesehen.
Die TAS wurden auch schon im Osten eingesetzt. Wenn ED1000 protokolltechnisch zur in der DDR eingesetzten WT kompatibel sein sollte, wäre es natürlich verständlich, weshalb man die TAS auch nach der Wende an ED1000-Vst einsetzen konnte.

Ich wollte nur nicht den Eindruck aufkommen lassen, dass die TAS extra nach der Wende zur Anschaltung an ED1000 entwickelt wurden.

Die Ähnlichkeit des Protokolls ist sogar recht wahrscheinlich: Wir haben hier einen Lo3000 mit SEU-B-Karte, und diesem Lo3000 ist m. W. kein TAS vorgeschalten, sondern geht direkt auf den VWT-Umsetzer ...

Gruß,
Thomas

Knut
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#13

Beitrag: # 2667Beitrag Knut »

so ganz eindeutig ist das nicht. Bei den ersten Versuchen im letzten Jahr hatte ich mal meinen TAS1 vorgenommen. Und was da raus kommt und ausgewertet wird ausgewertet wird sind zumindest die Frequenzen von ED1000. Hier mein damaliger Bericht aus dem Wasser-forum:

Aber, nachdem ich den Zweck erkannt hatte, fing ich an zu basteln. Im Prinzip setzt das Ding ja Töne in Stromschleife um, ein wenig Umpolung zum Sendebeginn. Es sendet auch wundervoll einen 2250 Hz-Ton. Wenn man die Amtstaste drückt, bekommt man 3150Hz. Mit 700 Hz einspeisen bekommt man den Fernscheiber eingeschaltet.
Aber irgendwie komme ich nicht weiter. Mit RTTY-Programmen 500/700 Hz senden geht, das Ding macht aber nichts weiter. Irgendwas fehlt im Verbindungsaufbau. Kurz und gut, was ich suche ist eine Erläuterung, wie der Verbindungsaufbau kommend auf der ED1000 Schnittstelle läuft. Und eine technische Unterlage zu den RFT TAS1. Die haben ein paar Lötbrücken. meine Erinnerung sagt, damit konnte man auch Standleitungsbetrieb einstellen. Das wäre ja durchaus witzig. Aber dazu gibt das Internet wenig her.

Knut
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#14

Beitrag: # 2668Beitrag Knut »

huch, hatte die zweite Seite im Forum überlesen, war ja alles schon geklärt

doppelt hält besser.

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Helge

Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#15

Beitrag: # 2669Beitrag Helge »

Danke, so ganz geklärt ist es nicht, aber ich fürchte eine techn. Unterlage zum TAS1 ist nicht verfügbar.

Knut
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#16

Beitrag: # 2670Beitrag Knut »

stimmt, das Ding hat eine Menge Lötbrücken.

Und ich habe eine schwache Erinnerung, als die Dinger nach der Wende gab es ein Papier dazu, was man mit den Brücken alles machen konnte. Leider alles weg......

Wir nutzen so ein Ding übrigens für die Fernschreibervorführungen im Technikmuseum Berlin. Wer Lust hat, nächsten Sonntag Nachmittag wieder. Einfach als Stromquelle, da dran drei mechanische Maschinen in Reihe. Können die Kinder quer durch den Raum schreiben. Das TAS1 ist dafür gebaut, dem macht die Induktion nichts aus. Und mehr Maschinen in Reihe sind auch kein Problem, das Ding hat 120 V Leerlaufspannung, da kann man schon einigen Spektakel mit machen. Hab aber noch eins, wenn jemand in der Nähe mal eine freie ED1000-Schnittstelle hat wird das halt versucht.

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Helge

Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#17

Beitrag: # 2671Beitrag Helge »

ich kann es ja mal mit meinem versuchen. Berlin ist biss'l weit :-)
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tasto
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Re: Identifikation RFT TAS 1.1

#18

Beitrag: # 39699Beitrag tasto »

Ich habe mal eine Beschreibung vom Wechselstromtelegrafiegerät VWT72 eingescannt. Daran wurde das AGT betrieben.

VWT72-ocr.pdf
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