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Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Fr 3. Jun 2022, 18:46
von duddsig
Na, ich würde meinen ein ganz normaler Anschluß wie meine Hauptstelle z.B., der nicht Test, Automat, Wechselnd, Zeitabhängig oder Streifenschreiber ist.
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Fr 3. Jun 2022, 19:03
von duddsig
FredSonnenrein hat geschrieben: ↑Fr 3. Jun 2022, 11:32
Da sonst keine weiteren Anregungen zu den Merkmalen vorliegen, werde ich dies mal so umsetzten.
Ich hoffe Du hast das jetzt nicht schon fertig
Ich habe noch mal über die eine Maschine nachgedacht, die den amerikanischen Kennungsgeber drin hat. Ich dachte, die würde ich als wechselnde Maschine melden, aber die ist mein Nachrichtenticker und wird nicht wechseln. Vllt ist noch eine Kategorie abweichender / nicht normgerechter Kennungsgeber dazukommen. Ist vllt nicht nur bei mir so, einen KG von einer Clubstation wie mir Henning sagte habe ich jetzt auch noch im neuen T34f. (der ist nur aus Platzgründen noch nicht am Netz).
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Fr 3. Jun 2022, 22:47
von FredSonnenrein
Hallo zusammen,
@Willi: Ich werde dir nochmal ausführlich antworten.
Vorab: Mehrere Merkmale werden z.B. als /osw dargestellt.
o = öffentlich bedeutet: Die Geheimhaltung der übermittelten Nachricht ist nicht gewährleistet.
w = "wechselnd" oder "abWeichend" -> heißt am Ende nur, dass die Nummer des KG nicht mit der gewählten Nummer übereinstimmt.
Viele Grüße,
Fred
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 09:49
von detlef
FredSonnenrein hat geschrieben: ↑Fr 3. Jun 2022, 22:47
o = öffentlich bedeutet: Die Geheimhaltung der übermittelten Nachricht ist nicht gewährleistet.
Ok. Also zum Beispiel in einem Museum oder auf irgendeinem Event. Das ist sinnvoll.
FredSonnenrein hat geschrieben: ↑Fr 3. Jun 2022, 22:47
w = "wechselnd" oder "abWeichend" -> heißt am Ende nur, dass die Nummer des KG nicht mit der gewählten Nummer übereinstimmt.
Dann müssten alle alten Fernschreiber, die noch eine Original-Kennung ohne Nummer haben, als "wechselnd" gekennzeichnet sein, was ich schon irgendwie irreführend finde. Mein T37 hat eine Orignal-FZZA-Kennung ohne Nummer und läuft seit 2 Jahren unverändert am gleichen Anschluss.
Wir befinden uns ja nicht mehr im Fernschreibnetz der Post, wo man sich darauf verlassen konnte, dass der KG die Nummer des Anschlusses enthielt. Deswegen sollten Anrufer (auch die automatischen) nicht davon ausgehen, einen solchen KG vorzufinden. Anderenfalls hätte mein T37 (und vermutlich auch viele andere) sehr schnell eine neue "i-Telex-konforme" Nummer.
Weiterleitungen machen dann auch keinen Sinn mehr. Denn dann hat man ja temporär einen abweichenden KG. Werden dann z.B. Rundsendungen bei temporärer Weiterleitung nicht mehr zugestellt? Alle Fernschreiber, die potentiell auch mal weitergeleitet werden, bräuchten dann ebenfalls das /w-Merkmal.
Allerdings fände ich das Merkmal /w sehr sinnvoll für Anschlüsse, wo tatsächlich wechselnde Geräte angeschlossen sind. So hatte ich das Merkmal ursprünglich auch verstanden. Dann würde ich bei mir einen Anschluss entsprechen kennzeichnen, an dem ich immer mal wieder für einige Zeit wechselnde Geräte zum Testen angeschlossenen habe. Allerdings wäre dafür vielleicht das /t-Merkmal sinnvoller.
duddsig hat geschrieben: ↑Fr 3. Jun 2022, 19:03
Ich habe noch mal über die eine Maschine nachgedacht, die den amerikanischen Kennungsgeber drin hat. Ich dachte, die würde ich als wechselnde Maschine melden, aber die ist mein Nachrichtenticker und wird nicht wechseln. Vllt ist noch eine Kategorie abweichender / nicht normgerechter Kennungsgeber dazukommen. Ist vllt nicht nur bei mir so, einen KG von einer Clubstation wie mir Henning sagte habe ich jetzt auch noch im neuen T34f. (der ist nur aus Platzgründen noch nicht am Netz).
Und welche Norm gilt dann? Ich bin, wie oben schon geschrieben, gegen jegliche Ausgrenzung nicht "normgerechter" Kennungen. Ausgrenzung ist für mich schon, wenn sie auf dem Teilnehmer-Server speziell gekennzeichnet werden müssen. Wem hilft diese Kennzeichnung?
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 11:40
von Telegrammophon
Da muß ich mich Detlef anschließen, das würde die Sache denke ich verkomplizieren. Um bei wechselnden Kennungen eine bestimmte Kennung dennoch einem Teilnehmer zuordnen zu können, gibt es ja im Telexverzeichnis Teil D: Verzeichnis nach Kennungen. Da sind dann z. B. auch nicht direkt anwählbare Kennungen aufgeführt, und in dem Fall einfach mit der Rufnummer des Hauptanschlusses. Mir persönlich ist es egal wie die Kennungen aussehen, das können Buchstabengruppen sein oder kürzere Nummern, wie auch immer, damit man eben z. B. die originalen Maschinen mit dem originalen KG betreiben kann. Das ist auch dem Telexverzeichnis egal. Einzige Ausnahme: Anschlüsse OHNE jegliche Kennung werden nicht ins Telexverzeichnis aufgenommen, das ist aber denke ich selbsterklärend und kommt sowieso so gut wie nicht vor.
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 12:13
von Fernschreiber
Hallo zusammen,
@ Detlef
wie ich schon schrieb , aus meiner Sicht haben diese Infos lediglich informellen Charakter,. Kein normaler Nutzer bekommt die je zu Gesicht, ausser er sucht einen Anschluß in der 118811 im Expertenmodus. Sie können aber bei Problemen mit der Erreichbarkeit zu Klärung führen. Ausgewertet werden die ja zukünftig auch nur bei Automaten wie Deinem Scanner oder meiner Rundsendeeinrichtung. Bei Dir macht es noch mehr Sinn wie bei mir. In meinem Fall ist nur das /a interessant, um technisch nicht Dienste mit Diensten zu verbinden. Alles andere interessiert mich nicht. Eine Rundsendung ist eigentlich nur eine technische Vorrichtung, die einen sonst individuellen Anruf parallelisiert um den Auftraggeber zeitlich zu entlasten. Die Beurteilung ob ein anderer KG akzeptiert wird oder das Ziel ein Streifenschreiber ist oder ein "öffentlicher" steht der Rundsendeeinrichtung a) nicht zu und b) was soll sie dann machen? Das obliegt dem Auftraggeber und ist in dessen Verantwortung. Ich müsste sonst für alle 30 Rufnummern eine Rufbehandlung abfragen, wo kommen wir da hin?
Die RS sollte eigentlich so original wie möglich werden, für mich als alten Profi eigentlich normal. Doch schon nach den ersten zaghaften Versuchen gab es einen kleinen "telex-shitstorm". Ich musste eingestehen, das dieses Hobbynetz auf Grund der Technik (i-telex Anbindung), Verbindungen und auch vorhandenem Gerätepark nur noch im "look and some feel" mit dem was ich kannte vergleichbar ist. Ene lobenswerte Ausnahme stellt da Rolf aus Aachen mit seinen 4 Anschlüssen dar, die einzeln via pi-telex als echte Hauptanschlüsse im Natz stehen und mir bei den Tests sehr hilfreich weren. Schon durch sinple Um-Weiterleitung gerät alles aus den Fugen. Als Kompromiss bietet die RS die Möglichkeit, für den einen Auftrag die KG-Verbindlichkeit abzuschalten und auch mit unregistrierten Maschinen (aber via Authentifizierung) eine Rundsendung aufzugeben. Die neuen Merkmale ändern daran auch nichts, wenn der Anschluß nicht erreichbar ist. Daraus im Journal eine kleinen Roman abzuleiten, "koennte daran liegen das der anschluß nur zeitweise in betrieb ist" halte ich für überzogen, kann aber technisch realisiert werden wenn der Parameter /z im Datensatz stehen sollte.
Das Merkmal o:
Da ich ja Fred auch fragte was "o" bedeute , es jetzt weiß, Du sofort einen Bezug fandst (toll) frage ich mich was eigentlich geschehen soll wenn dieses Merkmal bei Serverabfrage auftaucht. Der Scanner ist ja nichts was "top secret" ist. Sollte ein Rundsendeauftrag da storniert werden?
Das ist alles momentan sehr hypothetisch, da die allermeisten Verbindungen manuell gemacht werden, aber Gedanken mache ich mir dazu trotzdem,
soll ja alles auch einen Sinn haben oder?
@ Finn
Wenn Du tatsächlich eine Liste hast, die alle möglichen (natürlich nur Dir bekannten) Kennungen eines Anschlußinhabers beinhaltet, die technisch kurzfristig erreichbar sein könnten (Austauch, Neu) ist das eine tolle Sache. Ich staune oft wer (KG) mir da antwortet und wenn ich den KG nicht kenne, drückt sich die ST fast von alleine. Dann beginnt das große Suchen. Soviele aktuelle Bücher wie Endstellen habe ich nicht und dann muß oft die IP herhalten, was ja auch nicht immer passt und aufwändig ist.
Gegen Neuerwerb und sporadische Auswechselungen kann man kurzfristig nichts machen, aber wenn die möglichen schlummernden Kennungen eines
Anschlußinhabers bekannt wären und nicht nur in dem Telexbuch stehen sondern auch in einer Liste parallel auf der KLKL o.ä.Platfrom z.B. einer KG-Auskunft wäre das zeitnaher zu pflegen und überall abfragbar auch für die Mitstreiter die kein Telexbuch haben.
Gruß
Willi
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 14:01
von WolfgangH
Vielleicht noch ein Hinweis zu wechselnden Kennungen aus der Praxis. Mir ist durchaus bewußt, daß das nicht die feine Art ist, aber ich sehe es als Hobby, und mache da schon mal Kompromisse.
Es kommt bei mir schon mal vor, daß ich zu Testzwecken anstatt der registrierten Maschine eine andere anschließe. Freilich ist das nur von kurzer Dauer, aber wenn mir gerade zu der Zeit jemand etwas sendet, dann meldet sich eben eine Maschine mit anderer oder keiner Kennung. Nun muß eben der Absender entscheiden, was er macht.
Andernfalls müßte ich jeweils einen Testanschluß für TW39 und ED1000 vorhalten, was einerseits einen Mehraufwand auf meiner Seite darstellt und andererseits praktisch tote Einträge im Telexverzeichnis bringt.
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 14:44
von detlef
Fernschreiber hat geschrieben: ↑Sa 4. Jun 2022, 12:13
Als Kompromiss bietet die RS die Möglichkeit, für den einen Auftrag die KG-Verbindlichkeit abzuschalten und auch mit unregistrierten Maschinen (aber via Authentifizierung) eine Rundsendung aufzugeben. Die neuen Merkmale ändern daran auch nichts, wenn der Anschluß nicht erreichbar ist. Daraus im Journal eine kleinen Roman abzuleiten, "koennte daran liegen das der anschluß nur zeitweise in betrieb ist" halte ich für überzogen, kann aber technisch realisiert werden wenn der Parameter /z im Datensatz stehen sollte.
Aha, es gibt also schon eine KG-Auswertung? Genau das meinte ich. Um Standard-Rundsendungen zu erhalten, muss man also jetzt schon einen "normgerechten" KG haben. Und die Norm ist willkürlich die des "modernen" Telex-Netzes ab Ende der 1950er oder seit wann ist die Nummer im KG enthalten? Alte Maschinen mit Original-KG sind außen aus. Ebenso Maschinen ohne KG. Und wenn der Origial-KG zu kurz ist.
Wenn dann weitere Dienste folgen, die das so handhaben, führt das implizit zu einer KG-Pflicht mit "normgerechtem" KG und zu einem Umleitungsverbot. Dann werden möglicherweise auch einige historische Kennungen rausfliegen.
Besser wäre es, wenn die KG-Prüfung nicht standard sondern optional wäre.
Soweit ich weiß, gibt es im i-Telex-Netz keine Regeln bzgl. der Kennungsgeber.
Fernschreiber hat geschrieben: ↑Sa 4. Jun 2022, 12:13
Gegen Neuerwerb und sporadische Auswechselungen kann man kurzfristig nichts machen, aber wenn die möglichen schlummernden Kennungen eines
Anschlußinhabers bekannt wären und nicht nur in dem Telexbuch stehen sondern auch in einer Liste parallel auf der KLKL o.ä.Platfrom z.B. einer KG-Auskunft wäre das zeitnaher zu pflegen und überall abfragbar auch für die Mitstreiter die kein Telexbuch haben.
Genau dafür gibt es doch die klkl-Liste (mit allen Hauptnummern) und das gedruckte Verzeichnis von Finn mit allen Nummern. Letzteres kann natürlich nicht auf dem neuesten Stand sein. Aber das Telexverzeichnis der Post wurde ja auch nicht alle 4 Wochen neu gedruckt.
Es bleibt natürlich jedem Teilnehmer überlassen, ob er eine Verbindung abbricht, nur weil der KG mal nicht stimmt. Ich prüfe dann einfach, ob ich die richtige Nummer gewählt habe und sende weiter. Als Teilnehmer an einen Hobby-Netzwerk sehe ich mich jetzt nicht in der Pflicht es jedem Anrufer recht zu machen.

Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 15:10
von detlef
Ich habe gerade noch mal nachgeschaut. Das ist der Original-Eintrag meines T37 mit Original-Kennungsgeber (96868), gefunden von Henning in einem Verzeichnis von 1955.
fzza.jpg
Ich würde mir wünschen, dass dieser Fernschreiber, der offiziell auf dem Teilnehmerserver gelistet ist, von allen Diensten erreichbar ist, ohne dass die Anrufer irgendwelche speziellen Optionen aktivieren müssen oder dass der Eintrag auf dem Teilnehmerserver irgendwelche Optionen bekommt, die suggerieren, er wäre irgendwie nur eingeschränkt erreichbar.
Wenn das nicht möglich ist, fliegt die Original-Kennung raus und wird durch eine "96868..." Fantasie-Kennung ersetzt.
Re: Telexanschlusstyp kenntlich machen
Verfasst: Sa 4. Jun 2022, 15:46
von Telegrammophon
detlef hat geschrieben: ↑Sa 4. Jun 2022, 14:44
Um Standard-Rundsendungen zu erhalten, muss man also jetzt schon einen "normgerechten" KG haben.
Aus diesem Grund bin ich bei meiner letzten Rundsendung doch wieder zur älteren Rundschreibverbindung unter 11150 gewechselt. Ein nicht unerheblicher Teil der angewählten Teilnehmer konnte nämlich genau deshalb nicht erreicht werden. In diesem Fall ist der Rundsendedienst unter 11150 sogar im Vorteil, weil die Kennungen direkt vom System ausgegeben werden und von Hand überprüft werden können.
Anders ist die automatische Rundsendung von Willi aber wohl nicht machbar, wenn man sichergehen will, daß man mit den gewünschten Anschlüssen verbunden wird.
Ich denke, für verschiedene Anwendungsbereiche ist entweder der eine oder andere Rundsendedienst angebracht. Wenn man z. B. nach einer Rundsendung über die 11151 eine Meldung erhält mit einigen nicht erreichten Teilnehmern mit anderer Kennung, kann man danach einfach nochmal per 11150 die gleiche Nachricht aussenden (Vorsicht - die Rufnummerneingabe ist bei der 11150 anders).
detlef hat geschrieben: ↑Sa 4. Jun 2022, 15:10
Wenn das nicht möglich ist, fliegt die Original-Kennung raus und wird durch eine "96868..." Fantasie-Kennung ersetzt.
Das wäre ja schade.