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Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Di 3. Jul 2018, 20:16
von toshi
Hallo!

Mein Name ist Stephan, dies ist mein erster Beitrag hier im Forum, deswegen vorab ein paar Worte zu meiner Person. Seit heute bin ich 40 Jahre alt, habe einen technischen Beruf und interessiere mich für Büro- und Rechentechnik aus der Periode ca. 1975-1990, und bin vielleicht dem ein oder anderen hier als "toshi" oder "spiceminer" aus f64, VzEkC, a1k, dosforum oder Robotrontechnik-Forum bekannt.

Bei den alten Rechnern interessiere ich mich gerade vorwiegend für Drucker und Plotter, und da mir noch ein Typenhebeldrucker fehlt, bin ich irgendwie auf die Fernschreiber gekommen. Früher bei der Bundeswehr habe ich als Wehrpflichtiger Einkanal-Wechselstromtelegraphiegeräte repariert, also ganz fremd ist mir die Technik, und die zugehörige Siemens T100 nicht.

Derzeit suche ich also nach einem Fernschreiber mit Lochstreifensender und Stanzer (5 oder 8 Kanal) zum Anschluß an einen Rechner und vlt. auch zur Teilnahme am i-telex.

Folgende Randbedingungen wären schön:
- so klein und leicht wie möglich, Platz ist recht begrenzt. Eine Maschine im Schrank oder Stehgehäuse muß erstmal ausfallen, zumal ich sie auch auf Treffen/Ausstellungen mitnehmen können möchte.
- Es muß eine mechanische Typenhebelmaschine (Blattschreiber) sein, am liebsten wäre mir, wenn man Stanzer und Locher auch separat betreiben könnte ohne das Druckwerk (keine Ahnung, ob das geht oder ob da eine zwingende mechanische Kopplung herrschte)
- Am liebsten kein Exot, sondern eine häufige, robuste Maschine wo man noch Tips/Dokumentation bekommt.

Hat jemand einen Rat, nach welcher Maschine ich Ausschau halten soll?

Falls jemand etwas passendes aus seiner Sammlung abgeben möchte, bin ich natürlich auch offen.

Anschaffung muß nicht sofort sein, hat durchaus ein paar Monate Zeit.

Viele Grüße
Stephan

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Di 3. Jul 2018, 22:24
von Alex
T100S/T100Z/T100

Dein Username ist mir ein Begriff ;)

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Di 3. Jul 2018, 22:35
von toshi
Freut mich - aus welchen der genannten Foren kennen wir uns denn?

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Di 3. Jul 2018, 22:50
von Alex
"Kennen" tun wir uns sicherlich nicht, aber ich bin stillschweigender Mitleser im Forum64 und A1k.
Ich habe eine recht große Sammlung an Commodore-Hardware und bin schon ab und an über deinen
Usernamen gestolpert.

Ich war übrigens auch bei der Bw, 8 Jahre lang bei einem FmRgt mitten im Nichts (Kastellaun) und habe
75% meiner Zeit im FM-Bunker an T100 (Grundnetz) und T1000 (AFDN) gesessen...

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 11:16
von toshi
Was haltet ihr denn von der T100? Ist das der Top-Kandidat für den von mir angedachten Verwendungszweck oder habt ihr andere Vorschläge?

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 11:27
von FeTAp616
Hi,

für wenig Platz wäre ein T100s mit eingebautem FSG zu empfehlen. Der T100 ist eine sehr schöne Maschine.
Den gibt es auch als Tischgehäuse.

Der T100 hat typisch ein rundes Metallgehäuse, dazu gehört immer ein FSG, das wäre zu bedenken.
Stanzer und Sender hängen fest am Drucker.

Grüsse

Helge

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 11:28
von DF3OE
T100, egal welche Ausführung ist der ultimative mechanische Fernschreiber. Da kann man nix
verkehrt machen.
Aber Lo15 ist auch nicht schlecht, allerdings etwas schwerer.. ;)

Hätte noch einiges abzugeben...allerdings nur Selbstabholung Nähe Hannover.
Ansonsten mal auf eBay Kleinanzeigen etc schauen.

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 11:38
von Telegrammophon
Hallo Stephan,

ein T100 im 76er Standgehäuse (blau) oder 213 er Gehäuse (hellgrau/Holz) ist zwar in einem Standgehäuse, aber die sind tatsächlich von der Fläche her platzsparender, als Fernschreiber im Tischgehäuse.
Bei einem normalen T100 ist überhaupt kein Lochstreifenzusatz dabei, nur der Drucker.
Bei einem T100s ist dabei ein Lochstreifenstanzer und ein Lochstreifenleser, die sind allerdings fest verbunden mit der Mechanik;
wenn sie eingeschaltet werden, operieren sie nicht getrennt zum restlichen Fernschreiber. Alternativ könntest Du Dir auch einen Handlocher anschaffen, der ist völlig separat, allerdings kann man auf dem nur von Hand geschriebene Texte stanzen. Lochstreifensender sind aber immer zur Maschine gekoppelt.
Es gibt außer dem T100(s) auch noch den T37 (sehr robust und kaum störungsanfällig), den T51 (DDR-Kopie des T37), den Lorenz 15 (störungsanfällig) und den Lorenz 133 (sehr störungsanfällig und Wartungsintensiv), alle jeweils mit oder ohne Lochstreifeneinrichtung.

Ich würde Dir einen T100S im 76er oder 213er Gehäuse empfehlen.

Gruß
Finn

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 11:40
von DF3OE
Ein Lo15 ist nicht störanfälliger als ein T100, wenn er gut unter Öl steht. :D

Re: Kaufempfehlung Fernschreiber

Verfasst: Mi 4. Jul 2018, 12:35
von FeTAp616
Und nebenbei für "unterwegs" hat auch ein elektronischer (FS220 z.B.) was.