Lochstreifen lesen lernen - ein Zeitzeugenbericht

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Martin

Lochstreifen lesen lernen - ein Zeitzeugenbericht

#1

Beitrag von Martin » Di 26. Dez 2017, 18:04

Also man lernte das "anders herum" nicht von a bis z. Ich schreibe das jetzt mal ganz schnell hin bis fast z um Ende bin ich sicher, dass das noch so stimmt.

asdz irl nho ujw xyz


Jedenfalls haben die Punkte ein System und a hat oben zwei dann beim s bleibt der Punkt oben und der nächste geht einen runter (also unter die Transportlochung) dadurch konnte man das einfacher lernen. Ich habe 25 Jahre mein Ausbildungsbuch (handgeschrieben) aufgehoben, aber ob ich das noch habe glaube ich nicht.

Jedenfalls hat die Bundeswehr nicht nach dem ABC das Lochstreifenlesen erlernt sondern nach diesem System, was eigentlich unlogisch ist, aber die Löcher so in die Reihenfolge bringen, dass man sich das gut merken kann... die, die nur in den HVSt saßen, konnten sowieso keine Lochstreifen lesen, die haben nur de (weil man dort einlegte) gekannt, die Routings haben sie mit Hand dann geschrieben... weil die Fernschreiben ja unter verteilt werden mussten... und die zweite Reihe fing immer mit DE an also ein Punkt und der vierte Punkt der nächste Buchstabe war das E ein Punkt oben. Wir, die in den Endstellen die Lochstreifen herstellten, die mussten die Dinger auch lesen können, weil man bei Fehlern den Teil löschen musste und weiter schrieb ;.)

Von einer
Fernschreiberin der Bundeswehr
die nicht genannt werden möchte

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Franz
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Re: Lochstreifen lesen lernen - ein Zeitzeugenbericht

#2

Beitrag von Franz » Di 26. Dez 2017, 18:21

Hallo Martin, interessante These:

Ich kann mir vorstellen, dass es ein besseres System gab als von A - Z zu lernen. Ähnlich wie beim Morsen, da hat man früher irrsinnigerweise erst die komplizierten Zeichen wie S ..., H ...., 5 ..... etc gelernt. Meines Erachtens völliger Blödsinn. Viel sinnvoller wäre es gewesen, erst die Zeichen zu lernen, die sich wirklich deutlich unterscheiden und da ist man dann später wohl auch irgendwann drauf gekommen.

Also ich habe in den letzten 4 Tagen, als ich mit Grippe im Bett lag, wieder angefangen Streifen zu Lesen, und zwar nach der Methode A - Z, weil ich keine bessere Methode kannte. Habe aber bisher keine Probleme damit und bin jetzt bei "I" angelangt. Diese Buchstaben sitzen nun 100 % weil alle sehr unterschiedlich sind. Wenn die Buchstaben dann "drin" sind, wird es etwas schwieriger: Zahlen und Sonderzeichen mit "Zi" Umschaltung....

Die allerbeste Methode ist aber einfach (wie vor 40 Jahren) .. Lochstreifen lesen lernen (egal wie) und 9 Stunden täglich FS-Betrieb... da ist man nach 4 Wochen topfit :D

Grüße
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Re: Lochstreifen lesen lernen - ein Zeitzeugenbericht

#3

Beitrag von Alex » So 31. Dez 2017, 14:33

Ich hab es bei der BW von A-Z gelernt...
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