Test: i-Telex über Mobilfunknetz

Technischer Support bei Problemen mit i-Telex sowie dessen Komponenten.

Moderator: FredSonnenrein

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Werner
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Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#1

Beitrag von Werner »

Nachdem ich Euch den Aufbau meiner mobilen i-Telex-Anlage beschrieben habe (viewtopic.php?f=6&p=9714#p9711) möchte ich Euch nunmehr meinen Test bzgl. der Stabilität und dem Datenverbrauch der Anlage vorstellen:

Verwendet wurden:
1. Mobile i-Telex-Anlage mit einer Telekom Prepaid Karte vom Typ: Magenta Mobil Prepaid M. Diese kostet 9,95 € für 4 Wochen (nicht einen Monat) und hat ein Datenvolumen von 1,5 GB. Diese Karte stellt, wie beschrieben, eine öffentliche IPv4-Adresse zur Verfügung. Angeschlossener Fernschreiber: Siemens T1200SD, i-TelexNr. 97476 fsmobil d
2. zweite i-Telex-Anlage mit LAN-Anschluss an das Festnetz der Telekom. Angeschlossener Fernschreiber: Lo 3000, i-Telex Nr. 97475 werner d

Für beide Fernschreibnummern (97476 und 97475) wurden via Telexgateway die identischen 5 Kanäle abonniert: dpa, FAZ, SZ, Tagesschau, Reuters und der Empfang in der Zeit vom 4.10.18 12:14 Uhr bis 4.10.2018 13:57 Uhr mitgeschrieben

Ergebnis: Beide Fernschreiber wurden über zwei getrennte Verbindungswege (Festnetz versus Mobilfunknetz) in dieser Zeit jeweils 34x von Telexgateway angewählt, der Nachrichtentext wurde übertragen und danach immer die Verbindung getrennt.
Die Mobilfunkverbindung zeigte in dieser Zeit (1 Std. 45 Min.) die identische Stabilität wie die Festnetzverbindung. 34 Ausdrucke auf dem Festnetz und 34 Ausdrucke über die Mobilfunkanlage. Telexgateway ist somit ein ideales Mittel um eine Verbindung dem Stresstest zu unterziehen: Anwählen - Nachricht absetzen - Trennen - Anwählen - usw usw.

Ein Blick auf die Statistik des Mobilfunkrouters lieferte folgende Daten:
Ununterbrochene Verbindung mit der Telekom-Basisstation seit 3.10.2018 14:48 Uhr - dieser Text wurde am 4.10.2018 um 19 Uhr geschrieben - somit besteht eine kontinuierliche Verbindung mit unveränderter IP-Adresse (xx.xx.xx.xxx) Daten bewusst ausgeblendet seit mehr als 28 Std. !!!!! Selbst wenn sich der Router aufgrund eines stärkeren Signals in eine andere Basisstation eingeloggt hätte, wäre via DynDNS dies registriert worden und eine nur kurze Unterbrechung hätte stattgefunden.

Die Statistik des Mobilfunkrouters liefert ebenso die verbrauchte Datenmenge seit dem letzten Datenreset. Dieser wurde von mir gestern Abend um 22:42 Uhr ausgelöst. Verbrauch von gestern Abend bis heute Abend 14,04 MB und dies beinhaltet all meine intensive Fernschreiberei (z.Zt. lasse ich alles über Mobilfunk laufen) und die Tests mit Telexgateway mit 34x Anwahl und Übertragung.

Die abrufbare Statistik der Telekom ergab bisher ein verbrauchtes Volumen von 63,55 MB auf dieser Prepaid-Karte für einen Zeitraum (unter Abzug meines Urlaubes, Mobilanlage abgeschaltet) von knapp 8 Tagen normaler Nutzung. Gesamtvolumen wie oben beschrieben 1,5 GB.

Fazit: i-telex über Mobilfunk ist eine zuverlässige, einfache Methode ohne großem technischem Schnickschnack und läßt sich ideal an den Standorten verwirklichen, an denen kein Festnetz oder WLAN verfügbar ist. Der Datenverbrauch/die Kosten sind trotz intensiver Nutzung eher marginal und übersteigen nicht die Summe von 2,50 € pro Woche.

Stehe für Fragen wie immer gerne zur Verfügung.
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Franz
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#2

Beitrag von Franz »

Danke Werner für den super detaillierten Bereicht, gut zu wissen, falls man wirklich mal mobilerweise unterwegs sein sollte oder als Backup für das Kabel-DSL...
:thumbup:
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DF3OE
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#3

Beitrag von DF3OE »

Als wir mit der "mobilen i-Telexerei" vor Jahren auf Ausstellungen/Messen angefangen hatten, konnte man,
nachdem die Halle morgens mit Besuchern "geflutet" wurde, weder ab- noch eingehende Verbindungen
aufbauen. Die Smartphonedichte hat sofort zu einer Netzüberlastung geführt. Während des Tages war es
kaum möglich, Verbindungen zum Vorführen nach Aussen aufzubauen.
Das hat sich aber seit einigen Jahren positiv entwickelt. Selbst auf der Makerfaire in Hannover, wo garantiert
wirklich zigtausende Smartphones eingebucht sind, ist die Leitung so stabil wie über Draht.
Man scheint durchaus in Kapazitätserweiterungen seitens der Mobilfunkprovider investiert zu haben. :thumbsup:
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Werner
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#4

Beitrag von Werner »

Bericht über den Einsatz der mobilen i-Telexanlage während einer Fahrt mit dem Reisebus:

Am Samstag 6.10.2018 habe ich die Anlage diesmal nicht im stationären Betrieb, sondern während der Fahrt getestet (Anmerkung: Fahrgäste waren zum Zeitpunkt des Tests NICHT im Bus).

Versuchsanordnung: Im Bistrobereich des Busses wurde ein Siemens T1200SD mit Spanngurt am Tisch befestigt, daneben befand sich die mobile i-Telex Anlage. Zum Aufbau der UMTS-Verbindung wurde lediglich eine kleine Funkantenne im Innern des Busses verwendet, eine Außenantenne mit Magnetfuß wäre wünschenswert gewesen, war aber im Reisebus kurzfristig nicht zu realisieren (Problem der Kabellänge und des Zugangs nach Außen). Die Zeit vom Einschalten der i-Telex Anlage mit Mobilfunkrouter bis zur vollständigen Sende-/Empfangsbereitschaft des angeschlossenen Fernschreibers beträgt ca. 1,5 Min.

Die Fragestellung war: Was passiert mit einer bestehenden Fernschreibverbindung wenn das rollende Fahrzeug sich von Funkzelle zu Funkzelle bewegt. Wir alle wissen, dass Funkgespräche nahtlos übergeleitet werden. Geschieht dies auch bei einer Funkfernschreibverbindung? Wird die zu Beginn des Einloggens des Mobilfunkrouters zugeteilte IPv4-Adresse auch weitergeleitet?

Um 13:26 Uhr wurde am Autohof Fulda Nord an der Autobahn A7 von der Rufnummer 97476 fsmobil de eine Verbindung zu Ralf 415977 India d über eine Mobilfunkverbindung aufgebaut. Der weitere Ablauf des Tests wurde mit Ralf am Fernschreiber besprochen: Ralf sollte seinen T100 über einen möglichst langen Zeitraum immer wieder mit Lochstreifen füttern und somit einer dauerhafte Telexaussendung realisieren ohne je die Verbindung von sich aus zu trennen.
13:35 Uhr Abfahrt des Reisebusses am Autohof mit mir am Steuer, hinten im Bistrobereich der "tickernde" T1200SD Fernschreiber.
Fahrstrecke: Vom Autohof (liegt NO von Fulda in das Fuldaer Zentrum, u.a. durch einen Tunnel, weiter nach Haimbach (westlich von Fulda), über die L3418 (südlich von Fulda) wieder zurück zum Zentrum der Stadt
21 gefahrene Kilometer, Fahrzeit: 27 Min.
Der Versuch wurde nach telefonischer Rücksprache mit Ralf um 14.02 Uhr von uns aus gestoppt.

Ergebnis: Auf der gesamten Fahrstrecke über knapp 30 Min kam es zu keinem einzigen Aussetzer/Abriss der Funkverbindung und auch die Fernschreibübertragung verlief fehlerfrei
Auf einer derart langen Fahrstrecke muss es zwangsläufig zu einem mehrfachen Wechsel der mit dem Router verbundenen Funkzellen kommen. Nachdem die Fernschreibverbindung nie unterbrochen wurde, gehe ich nunmehr davon aus, dass auch die beim erstmaligen Anmelden des Mobilfunkrouters am Autohof Fulda Nord vergebene, öffentliche IPv4-Adresse beim Wechsel in eine andere Funkzelle der Telekom weitergegeben wird. Nur so lässt sich die konstante, fehlerfreie Fernschreibverbindung erklären.

Die beigefügten Bilder zeigen die mobile Fernschreibanlage im Bistrobereich des Busses sowie das, was Ralf nach Ende des Versuches "angerichtet" hat (Papierberg). Danke Ralf für die Mithilfe.
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Franz
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#5

Beitrag von Franz »

Sorry Werner, als Du per FS um Test batest, war ich leider nicht zu Hause, später habe ich dann noch versucht Dich unter "mobil" zu erreichen, warst da aber wahrscheinlich nicht mehr im Bus unterwegs.
Aber super, dass das so toll geklappt hat, Glückwunsch :thumbsup:

VG Franz
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Knut
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#6

Beitrag von Knut »

Noch ein paar ergänzende Erfahrungen. Bei den Veranstaltungen im Technikmuseum lassen wir schon seit längerem das 2. System einfach über LTE laufen.
Ich verwende eine Zweitkarte zu meinen Telekom-Vertrag in einer Fritzbox LTE6820. Kostet €5/Monat, in manchen ältern sind die sogar inclusive. Die Box habe ich sowieso immer fertig rum zu stehen, falls mal wieder ein Kunde längeren Internetausfall hat. Gleich mit MY-Fritz-Fernzugang, wenn das Ding am Strom ist komme ich von aussen drauf, muß nicht mal da sein. Die Sache mit der Zweitkarte hat den Vorteil, daß mir für die kurze Zeit das Datenvolumen egal sein kann, die Fritzbox kann also gleich Hotspot für den Stand sein.

Wichtig ist eine öffentliche IP-Adresse, die bekommt man mit dem APN internet.t-d1.de
Die Telekom macht das keine Werbung mit, aber es funktioniert super. Habe schon kleine Firmen wochenlang darüber am Funktionieren gehalten. Geht meines Wissens mit keinem anderen Netzbetreiber in Deutschland.
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I-Telex über Mobilfunk

#7

Beitrag von Uemdfmr »

Werte i-Telex Community.
Werner hat mir mit seiner Mobilen i-Telex Anlage einen Floh ins Ohr gesetzt.
Nun bin ich daran den Floh umzusetzen und habe mir einen Tekade FS200, FritzBox mit GSM erstanden und ein i-Telex-Gehäuse zusammengestellt.
Dank der Hilfe diverser Community-Mitglieder ist es nun soweit, dass ich erreichbar bin.
Leider kann ich noch keine Verbindungen erstellen, aber das ist nicht schlimm.
Wenn die Verbindung von Extern aufgebaut ist kann ich antworten.
Jetzt bin ich voller Hoffnung, dass auch die letzte Hürde genommen werden kann und sollte von Euch jemand eine Idee haben,
bin ich gerne für Ratschläge bereit.
Für Euch habe ich den aktuellen Stand mal visualisiert.
Mit Gruss
Fritz
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Re: Test: i-Telex über Mobilfunknetz

#8

Beitrag von Uemdfmr »

Werte i-Telexler und leser meines Beitrages.
Das Rätsel ist gelöst:-)
Fred hat mir einen Tipp gegeben welcher mir den Schlüssel zur Lösung brachte.
Der Fehler ist im FS-200 zu suchen und lässt sich so beschreiben:
Einschalten FAG und LIN. Danach muss ich die Taste 'MIT LSN' Drücken.
Jetzt kann ich die Nummer des Empfängers eingeben und die Maschine springt an.
Werde ich angwählt schaltet sich der 'LCH' ein und ein Lochstreifen wird ausgedruckt. Auf dem Papier nichts:-(
Nun gehe ich daran den Fehler eingrenzen und beheben zu können.
Mit Gruss und schönes Wochenende.
Fritz
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i-Telex über Mobilfunknetz

#9

Beitrag von Uemdfmr »

Geschätzte i-Telex Mobilfunknetz-User
Nun ist es soweit. Ich habe mit meinen 'mobilien' Geräten fast alle Hürden nehmen können.
Dies dank Hinweisen von Werner, Fred, Hanspeter und Wysbi. Ohne deren Unterstützung und Ratschlägen wäre ich noch nicht so weit.
Euch herzlichen Dank.
Damit ihr das Ergebnis sehen könnt, habe ich Euch Video-Ausschnitte der beiden Anlagen.
Die eine Anlage steht bei mir zu Hause und ist im 24 Std. Dauerstress um deren Beständigkeit überprüfen zu können.
Anlage Nr. 2 wurde am Dienstag 'im Gelände' getestet und funktionerte einwandfrei. Bis auf einen Fehler, entweder im FAG oder
im FS selbst, welchen ich noch suchen muss.
Die Station 437401 ist nicht im Dauerbetrieb, da ich nur 1 i-TX Gehäuse und Fritz-Box zur Verfügung habe . Versucht doch mal auf diese Nr. eine Nachricht zu senden. Es würde mich freuen.
Mit Gruss
Fritz
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