Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

Moderator: Franz

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ProgBernie
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#11

Beitrag von ProgBernie »

Die ersten Kapseln sind fertiggestellt und versendet worden, von JanL habe ich bereits positive Rückmeldung.

Hier noch "das Buch zum Film" dazu:
Sprechkapsel.pdf
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dh0jsv
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#12

Beitrag von dh0jsv »

Ich habe sie mal im FF54 und einer Stöpselfeldvermittlung getestet, aber da klappte es leider nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass das Problem da die geringe Speisespannung von 3V ist. Wenn ich 2x Flußspannung der Dioden und U-BE vom Transistor abziehe, bleibt wohl einfach nicht mehr viel übrig. Im FF54 kann ich recht einfach höhere Spannungen einspeisen, das teste ich morgen mal.
Im Durchmesser sind sie auch ein µ zu groß und klemmen in den Hörern. Aber dafür sind sie ja auch nicht angepasst, und ein paar Zehntel kann man sicher noch vorsichtig abschleifen.

Evtl teste ich auch mal, die Graetzbrücke zu übergehen und achte halt im FF auf richtige Polarität (den Batteriebecher kann man "rum wie num" einsetzen). Dann sollte das Spannungsproblem evtl keins mehr sein. Ich werde wieder berichten.
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duddsig
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#13

Beitrag von duddsig »

Hm, In den Apparaten die ich getestet habe gab es es nur das bekannte Dickenproblem vom Rand (W28 bis W63, Variant RFT, Apha RFT) . Ich habe jetzt mal mit diversen Kapseln verglichen, die sind eigentlich fast gleich vom Durchmesser her. Der Durchmesser beträgt bei einer RFT ca. 47,8mm, bei TN 47,8mm, Siemens 47,6mm, AKG 47,8mm, SEL 47,3mm und eine NoName mit Postzulassung 47,5mm . Wenn ich eine gedruckte Kapsel in den Meßschieber einspanne und drehe kann ich eine leichte "Unrundigkeit" feststellen. Der Durchmesser beträgt zwischen 47,5mm und 48,0mm. Die 2 Zehntel sind dann wohl zu viel. Das kann man sicher auch für später um 2 Zehntel verringern. Die Leiterplatte ist auch knapp 48mm und müßte dann etwas kleiner werden, damit es mit dem kleineren Rand dann paßt. (gemessen mit 70 Jahre altem Meßschieber)
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2=T100 ✧7262124 keba d , ✧de afbirq nj
3=T63 ✦48936 t63 pl, ✦87724 ksbo dd
4=AB ✦512283 rfta dd
5=T36Lo ✦15199 tentstoer
6=Lo15 ✦711 pruef att DuWa=711711
7=T51 ✦34131bf dr z.Z. offline
8=T63 ✦512283 rfta dd
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RainerDD
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#14

Beitrag von RainerDD »

Heute sind bei mir zwei Prototypen mit dem neuen Sieb mit flacherem Rand angekommen, und nun passen und funktionieren sie in allen Telefonen, die bei mir so im Einsatz sind, perfekt. Konkret habe ich getestet: W28, W48 (mit zweiteiliger Abdeckung der Sprechmuschel, also Einsprechtrichter und Überwurfmutter), W49 (mit einteiliger Abdeckung der Sprechmuschel) und RFT Variant.
Die Sprachqualität ist super, ich bin begeistert.
Vielen Dank an Bernd; ich finde es toll, dass er sich die Arbeit gemacht hat und uns davon profitieren lässt!
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ProgBernie
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#15

Beitrag von ProgBernie »

Kurzes Update zu den Gullydeckeln:

Nach Rainers Anmerkungen habe ich Oberteile mit dünnerem Rand entworfen und auch den Überstand angeschrägt (Rainer, hatte ich schon wegen der gefälligeren Form vor ein paar Tagen im Chat vorgestellt). Die Gesamthöhe ist unverändert.
Gullydeckel.PNG
Ich hoffe das passt jetzt überall. Alle neuen Bestellungen erhalten wahlweise das neue Oberteil (das alte ist etwas stabiler), wer das alte Oberteil tauschen muß, bekommt von mir auch nur Oberteile gedruckt, bitte melden.
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#16

Beitrag von dh0jsv »

Sooo, ich habe das Gerät mal extern gespeist und ab 5V Versorgung arbeitet die Kapsel mit perfekter Qualität. Ich werde jetzt für die Feldfernsprecher entweder auf andere Batterien umrüsten oder mal probieren, unter Beachtung der Polarität die Grätzbrücke einzusparen, ich werde dann abschließend berichten ;)
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#17

Beitrag von ProgBernie »

Hallo Sven. Die Schaltung ist für "normale" Apparate gedacht. Ich habe noch eine Schaltung gefunden die bei geringerer Batteriespannung arbeiten kann. Statt einer Darlington-Schaltung wird dort ein Sziklai-Paar verwendet, was die BE-Strecke auf eine Flußspannung drückt. Ich weiß aber nicht ob das so gut funktioniert, die Elektretkapsel arbeitet dann mit 0,7V statt 1,4V (üblicherweise sind die ab 1,5V spezifiziert).
Ausserdem kann man statt der Gleichrichtung auch eine parallele Z-Diode gegen Verpolung und übermäßige Spannung einsetzen, dann arbeitet die Kapsel bei Falschpolung einfach nicht, geht aber auch nicht kaputt. Die -0.7V sollten nichts ausmachen. Ich kann Dir gerne eine Platine mal ohne Brücke aber mit Darlington bestücken und zusenden. Das Sziklai-Paar gibt es nicht als einen Käfer, da müsste ich, falls der Bedarf groß wird, eine geänderte Platine für Alternativbestückung entwerfen, Platz genug wäre da. Schottky-SMDs um testweise die Brücke damit zu bestücken habe ich aber gerade auch nicht da.
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#18

Beitrag von dh0jsv »

Ich habe die Kapsel ein wenig modifiziert, jetzt läuft sie auch an der Stöpselvermittlung mit 3V Speisung einwandfrei, laut und sauber. Habe jeweils eine Diode in der Graetzbrücke überbrückt um die Flußspannungen zu sparen (man muß natürlich dann auf die Polarität achten. In der Vermittlung ist es aber fest vorgegeben, daher kein Problem. Im Feldfernsprecher kann man den Batteriebecher in beiden Lagen einsetzen, dort muß man sich das halt markieren). Weiterhin habe ich den Leiterzug von der Elektretkapsel an die Basis unterbrochen, dort einen SMD 100n draufgelötet und über 5k direkt vom Elko gespeist. Originaltransistor habe ich erstmal gelassen. War ein Basteltest, aber so bleibt es gleich, da es super funktioniert. Also auch für FF-Technik geeignet, falls das jemand so nutzen möchte ;)
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detlef
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#19

Beitrag von detlef »

ProgBernie hat geschrieben: Di 23. Jun 2020, 21:50 Ich hoffe das passt jetzt überall. Alle neuen Bestellungen erhalten wahlweise das neue Oberteil (das alte ist etwas stabiler), wer das alte Oberteil tauschen muß, bekommt von mir auch nur Oberteile gedruckt, bitte melden.
Falls beim W48 ein Spalt zu sehen ist, dann hätte ich gerne die neueren Oberteile zum Austauschen. Ich werde das morgen mal prüfen, bin leider noch nicht dazugekommen. Kann man die Oberteile einfach so tauschen?
Gruß, Detlef

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ProgBernie
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Re: Wir frankensteinisieren eine Sprechkapsel in der Lötmanufaktur Labenz

#20

Beitrag von ProgBernie »

Hallo,

ich habe meine Kiste noch mal durchwühlt und es finden sich noch Platinen und auch Bauteile. Ich meine mich zu erinnern daß evtl. noch der Wunsch nach Kapseln besteht, ggf. bitte melden. Bitte auch melden wer noch neue Oberteile benötigt, weil die ersten Exemplare etwas zu dick sind (ich hatte seinerzeit an einer Schweizer Gfeller-Kapsel Maß genommen und die scheinen etwas abzuweichen)
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