Technik aus über 100 Jahren

Alles, was nicht direkt mit dem i-Telex System oder technischem Support zu tun hat, im entferntesten Sinne aber noch zum Thema Fernschreiber passt.
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DZ1AZ
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Technik aus über 100 Jahren

#1

Beitrag: # 17407Beitrag DZ1AZ »

Hallo liebe User,

an dieser Stelle würde mich mal interessieren, wär wohl das älteste Gerät in seinem Besitz hat, z. B.
Morseschreiber oder Hellschreiber, Telefonapparate oder Handvermittlungen.
Im Gegenzug wäre natürlich auch interessant wer im Besitz der modernen Technik ist, wie BTX-Terminals,
ISDN-Videotelefone usw.
Also ich freue mich auf viele Infos, so wie bei picture of the day.
Wir können alle voneinander lernen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...
Computer sind da um Probleme zu lösen, die wir ohne sie nicht hätten !
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RFT T51 Schmaltast. im Testbetrieb
Lo 15 h Motor defekt
Lo 3000 defekt
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robgasser
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#2

Beitrag: # 17411Beitrag robgasser »

Hier ist ein Hasler Morsetelegraph von ca. 1860, welcher noch funktioniert und jeweils in den Führungen im Telefonmuseum Telephonica gezeigt wird. Es gibt noch ältere Geräte von der Eidgenössischen Telegraphenwerkstatt (ETW), welche 1852 gegründet wurde mit 34 Telegraphenbüros (Matthäus Hipp war der erste Leiter und Gustav Adolf Hasler sein Assistent). Das Telefonmuseum befindet sich in Islikon (Nähe Frauenfeld) im Greuterhof, Schweiz. (www.telephonica.ch). Wir haben auch verschiedene Fernschreiber, wovon 3 am i-Telex angeschlossen sind (T68d, T100, T1000s). Ich führe euch gerne durch unser Museum. Gruss, Robert
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Robert Gasser
18570 robert, weinfelden (ch); siemens t100 (56561 phone ch), USB-Terminal (PC)
249503 telephonica museum, islikon (ch); siemens t100s (249503 a srf d), t1000 (792510 reise d), t68d (526116 vermes d)
robgasser@bluewin.ch
www.telephonica.ch
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duddsig
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#3

Beitrag: # 17412Beitrag duddsig »

Na dann will ich mal eine sehr alte Nebenstellenanlage vorstellen, vielleicht die älteste hier im Forum. Eine Reihenanlage, die noch älter ist habe ich auf dem Boden, die ist aber häufiger anzutreffen. Eigentlich hatte ich das ja schon gemacht Inclusive der vorhandenen Unterlagen, aber ich verlinke die Fotos gerne noch mal. Es handelt sich um eine Bosse Telefonbau Wähler(Relais)- Kleinstnebenstellenanlage N St Anl W10 (Bj1938) Die Hängt als Unterzentrale an meiner elektomechanischen GWN, welche wiederum an einer elektromechanischen 3/15 von WSSB-Telesig hängt. Die 3/15 hängt hochmodern an der Fritte :crack:

Bild
Bild

Mein älterster Fernschreiber ist ein T36Lo, der aber der dürfte hier keine Rolle als wirklich alter Fernschreiber spielen.

Bild

Für neues Zeuch ist mir in den letzten 10 Jahren irgendwie das Interesse verloren gegangen, deshalb habe ich das meiste entsorgt. Leider auch schöne "halbneue" Telefone von TN die auch IWV könnten :thumbdown: :headshot: :cry:
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ThomasCH
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#4

Beitrag: # 17414Beitrag ThomasCH »

Hier noch ein paar Bilder von mir. Das schwarze Telefon ist von 1930 „Typ Modell 29“ . Es ist über einem Konverter am Router angeschlossen und somit ist das Wählen auch möglich. Es war damals das Standartmodell in der Schweiz. Zuerst mit Metallgehäuse, später Bakelit. Es war bis weit in die 60er Jahren noch häufig anzutreffen obschon in den 50er Jahren das Nachfolgemodell von den PTT auf den Markt gebracht wurde.

Das zweite Telefon sieht alt aus, ists aber nicht. Es wurde von den PTT in den 90er Jahren als Kopie hergestellt. Es beinhaltet moderne Technik und kann ganz normal genutzt werden. Das Gehäuse ist aus massivem Holz, wunderschön verarbeitet. Leider liess sich das Telefon damals sehr schlecht verkaufen. Der Preis war einfach zu hoch.
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ProgBernie
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#5

Beitrag: # 17419Beitrag ProgBernie »

Hi,

"das schwarze Modell" steht bei mir auf dem Arbeitstisch betriebsfähig :) Autophon AP29, aber ohne Erdtaste und mit etwas anderer Einsprache, Gehäuse aus Bakelit.
Gruß Bernd
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ThomasCH
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#6

Beitrag: # 17425Beitrag ThomasCH »

ProgBernie hat geschrieben: Mi 1. Apr 2020, 18:02 Hi,

"das schwarze Modell" steht bei mir auf dem Arbeitstisch betriebsfähig :) Autophon AP29, aber ohne Erdtaste und mit etwas anderer Einsprache, Gehäuse aus Bakelit.
Das Modell 29 wurde sogar in den 90er Jahren nochmals nachproduziert. Der Grund war, man wollte die Leute davon abhalten, billige (verbotene) import Nostalgietelefone zu kaufen und anzuschliessen.
Vorsicht, nicht alle Modell 29 sind wirklich alt. Die Repliken tauchen immer wieder bei online Auktionen auf. Diese sind nicht schlechter, aber nicht so alt wie sie aussehen.... . Der Hörer ist von einem Modell 50, also etwas eleganter und leichter als der meinige Hörer.

Gruss Thomas
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ProgBernie
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#7

Beitrag: # 17428Beitrag ProgBernie »

Hallo Thomas,

hier im Album die letzten Bilder. Ich habe eine elektronische Kapsel für das Telefon selbstgebaut, das olle Kohledings darin mit Stempel 8.70 ist unbrauchbar: https://photos.app.goo.gl/K7eBdgZETqcMKvks5
Gruß Bernd
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ThomasCH
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#8

Beitrag: # 17429Beitrag ThomasCH »

ProgBernie hat geschrieben: Do 2. Apr 2020, 08:58 Hallo Thomas,

hier im Album die letzten Bilder. Ich habe eine elektronische Kapsel für das Telefon selbstgebaut, das olle Kohledings darin mit Stempel 8.70 ist unbrauchbar: https://photos.app.goo.gl/K7eBdgZETqcMKvks5
Dein Modell 29 ist ein altes Modell 29 mit einem Hörer vom Modell 50. Das "HF TR" unten am Boden bedeutet "Hochfrequenz Telefonrundspruch" (ab ca 1940). Das Telefon hat oder hatte somit einen Filter eingebaut wegen dem Telefonrundspruch https://de.wikipedia.org/wiki/Telefonrundspruch .

Gruss Thomas
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roliw
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Re: Technik aus über 100 Jahren

#9

Beitrag: # 17691Beitrag roliw »

Hallo,
Da wir es gerade von Autophon AG haben (T29 mit HFTR) möchte ich auch noch einen kleinen
- zwar nicht hundertjährigen - aber doch interessanten Beitrag leisten der zeigt, mit welchen
Problemen sich die Telefoniedienstleister damals herumgeschlagen haben.
WA49.jpg
(Quelle HAMFU /Pionier 1972-1)

Ich habe im Frühling 1971 meine Ausbildung bei Autophon AG in Solothurn begonnen und
wurde gleich mit verschiedenen Hilfsarbeiten in das Projekt WA 49 (Weckanlage 49) ein-
gebunden. Erstellen von Kabelbäumen (Wachsschnur und Salamibund, nix Nylonbänder) und
bestücken und testen von Leiterplatten (von Hand). Dieses Projekt bot mir einen unschlagbar
interessanten Einstieg in die industrielle Elektronik der damaligen Zeit.
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Viele Grüsse
K. Roland Wuethrich
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