Bericht über die Restaurationen im HNF Paderborn
Vor einiger Zeit waren Andreas und ich zu einigen Restauration-Arbeiten aktiv. Jetzt folgt dazu ein etwas ausführlicherer Bericht.
Die Arbeiten gliedern dazu sich in die folgenden Themen-Bereiche:
1.: Restaurationen an den 3 FS im HNF (hier in diesem Beitrag enthalten)
2.: Überprüfung einiger Telefone (OB-Telefone) in der Ausstellung (folgt im nächsten Post)
3.: Überprüfung und Instandsetzung der Vermittlung zum Klappenschrank (folgt im nächsten Post)
Zu 1.:
Alle 3 FS in der Dauerausstellung hatten eigene Baustellen. Der 1. (Nebenstelle 11- T100 im Standgehäuse) hatte zu Beginn Probleme beim Aufbau der Verbindung im FSG. Dort arbeitete das SZ-Relais nicht mehr korrekt und dadurch wurde der Nummernschalter gesperrt, somit konnte keine gewünschte Verbindung aufgebaut werden. Hier hat Andreas die Funktion ausgiebig geprüft und durch kleine Eingriffe die Funktionalität recht schnell wieder hergestellt. Ein herbeigeschafftes Ersatz FSG zeigt fast gleiche Symptome. Dies wurde vom Andreas mit in die heimische Werkstatt genommen, um dort die korrekte Funktion nochmals zu prüfen und die Fehler zu heben. Es lag an dem Selengleichrichter im FSG der nicht mehr arbeitsfähig war. Bei diesem FS hatte auch der Motor oftmals zu hohe Drehzahlen beim Start an den Tag gelegt. Im schlechtesten Fall flogen auch gleich die Buchstaben in viel hoher Geschwindigkeit auf die die Druckrollen. Das Papier wurde dabei meistens gleich noch gelocht. Die Vermutung ging in Richtung Drehzahlregler. Es lag an dem Kontakt des Drehzahlreglers, der klebte zeitweise und durch schmirgeln war auch das Problem beseitigt und der FS läuft jetzt zur Zufriedenheit.
Fernschreibstelle_HNF_4.jpg
Der weitere FS (Nebenstelle 22 – ein T100S als Tischgerät) hatte auch Startprobleme im eingebauten FSG, es war auf Handvermittlung eingestellt. Durch Ändern der Brückenbeschaltung auf dem Lötösenstreifen war auch das Problem beseitigt. Besonders hartnäckig war hier der Dämpfer von der Druckwalze mit von der Partie. Hier hat Andreas ein Stück vom VILEDA-Fenstertuch ausgeschnitten und dieses passend auf dem Dämpferkolben aufgesetzt. Dadurch konnte eine deutliche Verbesserung erzielt werden. Bei diesen Arbeiten war der Peter aus Paderborn-Dahl, der zu einem kurzen Besuch im HNF war und eigentlich zu der Amateurfunkstation im Haus. Gemeinsam wurde überlegt und geprüft was hier mit diesem FS am besten machbar ist und entsprechend eingestellt. So war dann im Anschluss auch dieser FS wieder soweit betriebsbereit. Hier macht die Wählscheibe jedoch weiterhin in einen labilen Eindruck und läuft ab und ab nicht wirklich „rund“. Hier wird erst einmal abgewartet, wie sich dieser Eindruck in Zukunft entwickeln wird.
Der 3. FS im Bunde (die Nebenstelle 33 – T100 ebenfalls im Standgehäuse) hatte immer wieder Probleme beim Durchlauf des Lochstreifen-Stanzers. Hier kam es wieder zum Stau. Es stelle sich bei einer intensiven Suche heraus, dass im Kanal für den Lochstreifen ein kleines, restliches Stück Lochstreifenpapier steckte und sich nicht lösen wollte. Selbst mit Hilfe des speziellen Räumblechs ließ sich das Papier nicht entfernen. Hier war es wohl so, dass aufgrund er längeren Stillstandzeit und einem ordentliche großen Öl-Tropfen dieses „ankleben“ verursacht wurde.
Zu erwähnen ist noch, dass 2 der 3 Farbbänder getauscht wurden. Ebenso wurde bei einem der FS die Lochstreifenrolle wieder eingebaut.
Die „Feuertaufe“ hatten die 3 Fernschreiber bei der Museumsnacht. Hier zeigte sich, dass aufgrund des zahlreichen Anrufe (auch von und nach extern) noch Potenzial zur Verbesserung ergeben würde. Hie muss man ggf. nochmals nachsteuern. Auch stand noch ein Wechsel des Internet-Provider bevor, der sicherlich auch Auswirkungen auf die i-Telex-Anlage haben würde. Daher wurde eine weitere Lösung nach diesem Wechsel erst einmal verschoben. Auch musste das Telex-Rollen-Papier nochmals korrekt positioniert werden, damit der optimale Lauf und der ordentliche Druck erfolgen konnte.
Fernschreibstelle_HNF_3.jpg
(gemeinsamer Text von Andreas und Reinhold)
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